Musterarbeitsvertrag für den GaLaBau: Fachkraft, Vorarbeiter, Bauleiter
Alle Pflichtangaben nach dem Nachweisgesetz, die Klauseln, die im GaLaBau zählen (Baustelle, Winter, Bereitschaft, Fahrzeug), und drei Tätigkeitsbeschreibungen zum Einsetzen.
Stand 7. September 2026 · Grundlage: Ecklohn 20,91 Euro: Was der Tarifabschluss ab heute für B...Diese Vorlage ist für Club-Mitglieder.
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Kostenlos Mitglied werdenArbeitsvertrag
Zwischen ___ (Firma, Anschrift) – nachfolgend „Betrieb“ – und ___ (Name, Anschrift, Geburtsdatum) – nachfolgend „Mitarbeiter“ – wird folgender Arbeitsvertrag geschlossen.
§ 1 Beginn, Probezeit, Befristung
Das Arbeitsverhältnis beginnt am ___. Die ersten ___ Monate gelten als Probezeit (höchstens sechs Monate, § 622 Abs. 3 BGB). Während der Probezeit kann beiderseits mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden. Das Arbeitsverhältnis ist unbefristet. (Bei Befristung: Es endet am ___, ohne dass es einer Kündigung bedarf; Befristungsgrund: ___ / sachgrundlos nach § 14 Abs. 2 TzBfG, höchstens zwei Jahre.)
§ 2 Tätigkeit und Arbeitsort
Der Mitarbeiter wird als ___ (Rolle) eingestellt. Die Tätigkeit ist im Anhang „Tätigkeitsbeschreibung“ beschrieben; sie ist Bestandteil dieses Vertrags. Arbeitsort sind der Betriebssitz in ___ und die Baustellen des Betriebs im Umkreis von ___ km. Der Betrieb kann dem Mitarbeiter im Rahmen billigen Ermessens (§ 106 GewO) auch andere gleichwertige Aufgaben übertragen.
§ 3 Arbeitszeit
Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt ___ Stunden je Woche (bei Tarifbindung: die tarifliche Wochenarbeitszeit nach dem Bundesrahmentarifvertrag GaLaBau). Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit sowie die Pausen richten sich nach den betrieblichen Regelungen und der Baustelle. Der Betrieb führt ein Arbeitszeitkonto: In den Monaten ___ bis ___ kann die Wochenarbeitszeit auf bis zu ___ Stunden ausgeweitet werden, der Ausgleich erfolgt in den Wintermonaten. Der Mitarbeiter ist bei betrieblicher Notwendigkeit zu Mehrarbeit im gesetzlich zulässigen Rahmen (§ 3 ArbZG) bereit; Mehrarbeit wird ___ (durch Freizeit ausgeglichen / mit Zuschlag von ___ % vergütet).
§ 4 Vergütung
Der Stundenlohn beträgt ___ Euro brutto (Orientierung: die Lohntabelle des Tarifvertrags GaLaBau in der Lohngruppe ___; Ecklohn und Stufen siehe Beitrag „Ecklohn 20,91 Euro“). Zuschläge: ___ (z. B. Überstunden ___ %, Nachtarbeit ___ %, Sonn- und Feiertagsarbeit ___ %). Die Vergütung wird monatlich nachträglich zum ___ auf das vom Mitarbeiter benannte Konto gezahlt. (Optional: Weihnachtsgeld / Urlaubsgeld / Erfolgsbeteiligung in Höhe von , Voraussetzungen: .)
§ 5 Urlaub
Der Mitarbeiter erhält ___ Arbeitstage Erholungsurlaub im Kalenderjahr bei einer Fünf-Tage-Woche (gesetzlicher Mindestanspruch: 20 Arbeitstage nach § 3 BUrlG; tariflicher Anspruch nach BRTV GaLaBau, falls anwendbar). Der Urlaub ist mit dem Vorarbeiter oder Bauleiter abzustimmen; Betriebsferien und Winterpause werden bis zum ___ eines Jahres bekannt gegeben.
§ 6 Winter, Schlechtwetter, Bereitschaft
Fällt witterungsbedingt Arbeit aus, gilt: ___ (Abbau des Arbeitszeitkontos / Saison-Kurzarbeitergeld nach § 101 SGB III, soweit die Voraussetzungen vorliegen / Winterdienst). Der Mitarbeiter nimmt am Winterdienst teil: Bereitschaftsplan, Vergütung und Ruhezeiten regelt die Muster-Regelung „Winterdienst-Bereitschaft“ als Anlage.
§ 7 Fahrzeuge, Werkzeug, Kleidung
Der Betrieb stellt Arbeitskleidung und persönliche Schutzausrüstung; der Mitarbeiter trägt sie auf der Baustelle. Betriebsfahrzeuge dürfen nur im Rahmen der Fahrzeugordnung (Anlage) geführt werden. (Optional: Der Mitarbeiter darf das Fahrzeug ___ für den Weg zwischen Wohnung und Baustelle nutzen; die steuerliche Behandlung erfolgt nach ___.) Führerscheinklassen: Der Mitarbeiter besitzt die Klasse(n) ___ und zeigt Verlust oder Entzug unverzüglich an.
§ 8 Arbeitsverhinderung
Der Mitarbeiter meldet eine Arbeitsverhinderung vor Arbeitsbeginn, spätestens bis ___ Uhr, telefonisch bei ___. Bei Arbeitsunfähigkeit über drei Kalendertage ist eine ärztliche Bescheinigung erforderlich (der Betrieb kann sie ab dem ersten Tag verlangen, § 5 EFZG); die Entgeltfortzahlung richtet sich nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz.
§ 9 Kündigung
Nach der Probezeit gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen (§ 622 BGB) (bei Tarifbindung: die tariflichen Fristen) für beide Seiten. Die Kündigung bedarf der Schriftform. Der Betrieb kann den Mitarbeiter nach Ausspruch einer Kündigung unter Fortzahlung der Vergütung und Anrechnung von Resturlaub freistellen.
§ 10 Weiterbildung
(Optional) Der Betrieb fördert Weiterbildung, die dem Betrieb dient (z. B. Vorarbeiterlehrgang, Baumaschinenführer, Motorsägenschein). Kosten: ___. Rückzahlung bei Ausscheiden: ___ (nur mit zeitlich gestaffelter, angemessener Klausel wirksam).
§ 11 Nebentätigkeit, Verschwiegenheit
Nebentätigkeiten sind vorher anzuzeigen; sie dürfen die Arbeitsleistung nicht beeinträchtigen und nicht mit dem Betrieb konkurrieren. Über Kunden, Preise und Kalkulationen ist auch nach dem Ausscheiden Stillschweigen zu wahren.
§ 12 Betriebliche Altersversorgung, Sonstiges
Der Mitarbeiter hat Anspruch auf Entgeltumwandlung (§ 1a BetrAVG); Versorgungsträger: ___ (Name, Anschrift). Änderungen dieses Vertrags bedürfen der Textform. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.
, den
Betrieb: ___ Mitarbeiter: ___
Anhang: Tätigkeitsbeschreibungen
Fachkraft (Landschaftsgärtner): Ausführung von Pflaster-, Pflanz-, Erd- und Mauerarbeiten nach Plan und Anweisung des Vorarbeiters; Bedienung von Kleingeräten und Maschinen im Rahmen der Befähigung; Pflege von Werkzeug und Fahrzeug; Einhaltung der Sicherheitsregeln; Mitwirkung bei Aufmaß und Dokumentation.
Vorarbeiter (Kolonnenführer): Führung einer Kolonne von ___ Mitarbeitern auf der Baustelle; Umsetzung der Bauleitervorgaben, Arbeitsvorbereitung, Materialabruf; Anleitung von Auszubildenden; Verantwortung für Arbeitssicherheit, Baustellenordnung, Stundenzettel und Tagesbericht; erster Ansprechpartner des Kunden vor Ort.
Bauleiter: Eigenverantwortliche Abwicklung von Bauvorhaben von der Arbeitsvorbereitung bis zur Abnahme; Terminplanung, Personaleinsatz, Nachunternehmer, Materialdisposition; Aufmaß, Nachträge und Abrechnung; Kundengespräche und Qualitätskontrolle; Zusammenarbeit mit Kalkulation und Büro. (Bei Bauleitern mit außertariflicher Vergütung: Vertrauensarbeitszeit, Dienstwagen und Zielvereinbarung ergänzen.)
Pflichtangaben nach dem Nachweisgesetz (Kontrolle)
- Name und Anschrift beider Parteien, Beginn, bei Befristung das Enddatum
- Arbeitsort oder Hinweis auf wechselnde Einsatzorte
- Kurze Beschreibung der Tätigkeit
- Zusammensetzung und Höhe der Vergütung inklusive Zuschläge, Zulagen, Sonderzahlungen und Fälligkeit
- Arbeitszeit, Pausen, Ruhezeiten, Schichtsystem, Regelung zu Überstunden
- Dauer der Probezeit, Urlaubsanspruch, Kündigungsverfahren und Fristen
- Anspruch auf Fortbildung, Versorgungsträger der betrieblichen Altersversorgung
- Hinweis auf anwendbare Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen
Diese Vorlage ordnet die Rechtslage ein und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Tarifgebundene Betriebe: Der Rahmentarifvertrag geht vor. Betriebe mit Betriebsrat: Mitbestimmung beachten.