Winterdienst-Bereitschaft: Muster-Regelung, Teamplan, Einsatzprotokoll
Rufbereitschaft für die Saison vereinbaren, Ruhezeiten einhalten, Einsätze dokumentieren: drei Bausteine, die vor dem ersten Schnee stehen sollten – zum Ausfüllen.
Stand 7. September 2026 · Grundlage: Winterdienst-Personal: Bereitschaft regeln, bevor der ers...Diese Vorlage ist für Club-Mitglieder.
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Drei Bausteine: A die Zusatzvereinbarung je Mitarbeiter für die Saison, B der Teamplan im Wechsel, C das Einsatzprotokoll fürs Fahrzeug. Platzhalter ausfüllen, Zutreffendes streichen. Tarifgebundene Betriebe übernehmen die Zuschläge aus dem Rahmentarifvertrag GaLaBau; Betriebe mit Betriebsrat beachten die Mitbestimmung bei Bereitschaft und Arbeitszeit.
A · Zusatzvereinbarung Rufbereitschaft Winterdienst
Zwischen (Betrieb) und (Mitarbeiter/in) wird für die Winterdienstsaison vom bis (üblich: 1. November bis 31. März) vereinbart:
- Gegenstand. Rufbereitschaft, kein Bereitschaftsdienst. Der/die Mitarbeiter/in hält sich an einem selbst gewählten Ort auf, ist telefonisch erreichbar und kann den Einsatz innerhalb von Minuten (üblich 20 bis 30) am Betriebshof antreten.
- Zeiten. Bereitschaft laut Teamplan (Anlage B), in der Regel von Uhr bis Uhr an den zugeteilten Tagen. Bereitschaftszeit ohne Einsatz ist keine Arbeitszeit.
- Vergütung der Bereitschaft. Pauschale von Euro je Bereitschaftstag / je Bereitschaftswoche (Zutreffendes streichen), zahlbar mit der Abrechnung des Folgemonats.
- Vergütung der Einsätze. Einsatzzeit ist Arbeitszeit ab Verlassen der Wohnung bis zur Rückkehr. Zuschläge: Nachtarbeit 23 bis 6 Uhr Prozent (Regelfall nach der Rechtsprechung: 25 Prozent), Sonntag Prozent, Feiertag Prozent; tarifgebundene Betriebe nach Rahmentarifvertrag. Für Sonn- und Feiertagsarbeit wird ein Ersatzruhetag gewährt.
- Ruhezeit. Nach jedem Einsatz gilt die Ruhezeit von elf Stunden (§ 5 Arbeitszeitgesetz). Der Arbeitsbeginn am Folgetag verschiebt sich entsprechend; der Teamplan sieht dafür Ersatz vor.
- Pflichten während der Bereitschaft. Erreichbarkeit, Fahrtüchtigkeit (kein Alkohol), Führerschein und Fahrzeugpapiere griffbereit, Wetterlage beobachten.
- Dokumentation. Jeder Einsatz wird im Einsatzprotokoll (Anlage C) mit Uhrzeit, Objekt, Fahrer und Streumenge erfasst und wöchentlich abgezeichnet.
- Laufzeit. Die Vereinbarung endet mit der Saison. Sie kann von beiden Seiten mit einer Frist von Wochen zum Monatsende gekündigt werden.
B · Teamplan (Rufbereitschaft im Wechsel)
| Kalenderwoche | Team A (Bereitschaft) | Team B (Ersatz, Folgetag frei) | Team C | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
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| KW | ||||
| KW | ||||
| KW | ||||
| KW |
Zwei Teams im Wechsel sind das Minimum, drei sind entspannt. Wer nachts räumt, hat den Folgetag frei oder beginnt am Nachmittag – wer von 3 bis 6 Uhr räumt, darf erst um 17 Uhr wieder arbeiten.
C · Einsatzprotokoll
| Datum | Einsatz von – bis | Objekt / Tour | Fahrer | Fahrzeug / Gerät | Streumenge | Bemerkung (Wetter, Besonderes) | Unterschrift |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Das Protokoll erfüllt zwei Zwecke: Es belegt den Winterdienst gegenüber Kunden und Gericht (Verkehrssicherungspflicht) und die Ruhezeiten gegenüber der Gewerbeaufsicht.
Checkliste Saisonvorbereitung
- September: Kundenverträge unterschrieben, Objekte den Touren zugeordnet, Fahrzeuge und Streugeräte geprüft, Streugut bestellt.
- Oktober: Bereitschaftsvereinbarungen unterschrieben (Anlage A), Teamplan erstellt (Anlage B), Wetterdienst abonniert, Kontrollfahrten festgelegt.
- November: Probelauf in einer Nacht über alle Touren mit Zeitmessung, Einsatzprotokoll (Anlage C) liegt im Fahrzeug.
Diese Vorlage ordnet die Rechtslage ein und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Tarifgebundene Betriebe: Der Rahmentarifvertrag geht vor. Betriebe mit Betriebsrat: Mitbestimmung beachten.