11,11 Milliarden Euro Umsatz, 133 Insolvenzen: Der GaLaBau in Zahlen
Die Branchenstatistik 2025 des BGL zeigt einen Markt, der wächst und gleichzeitig ausdünnt: mehr Umsatz, mehr Beschäftigte – und deutlich mehr Betriebe, die aufgeben mussten.
- 19.898 Betriebe, 131.746 Beschäftigte, 11,11 Milliarden Euro Umsatz (plus 4,3 Prozent nominal), 133 Insolvenzen nach 101 im Vorjahr.
- Rechnerisch rund 558.000 Euro Umsatz je Betrieb und 84.000 Euro je Beschäftigtem; 0,7 Prozent der Betriebe gingen in die Insolvenz.
- 65,2 Prozent der Betriebe bewerten ihre Ertragslage als unbefriedigend – der Markt verschiebt sich zu den Betrieben, die Aufträge und Leute halten können.
Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) hat heute seine Branchenstatistik für 2025 vorgelegt. Die Kernzahlen: 19.898 Betriebe erwirtschafteten 11,11 Milliarden Euro Umsatz – nominal 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr – und beschäftigten 131.746 Menschen, darunter 8.089 Auszubildende. Die Zahl der Insolvenzen stieg von 101 im Jahr 2024 auf 133.
Was die Zahlen rechnerisch bedeuten
Teilt man den Umsatz durch die Zahl der Betriebe, ergibt sich ein rechnerischer Durchschnitt von rund 558.000 Euro Umsatz je Betrieb. Je Beschäftigtem sind es rund 84.000 Euro. Das sind Mittelwerte über eine sehr heterogene Branche – vom Zwei-Mann-Betrieb bis zum Unternehmen mit mehreren hundert Mitarbeitern. Die BGL-Frühjahrsumfrage nennt als Durchschnitt 22 Beschäftigte je Betrieb.
Der Anstieg der Insolvenzen um knapp ein Drittel ist die auffälligste Bewegung in der Statistik. In absoluten Zahlen bleibt er klein: 133 Insolvenzen bei fast 20.000 Betrieben entsprechen rund 0,7 Prozent. Dass gleichzeitig Umsatz und Beschäftigung wachsen, spricht dafür, dass der Markt sich verschiebt, nicht schrumpft: Aufträge und Fachkräfte wandern zu den Betrieben, die sie halten können.
Ertragslage bleibt der wunde Punkt
Wie es den Betrieben wirtschaftlich geht, zeigt die Konjunkturumfrage genauer als die Statistik. In der Frühjahrsumfrage 2026 bewerteten 65,2 Prozent der befragten Betriebe ihre Ertragslage als unbefriedigend oder verbesserungsbedürftig; nur 34,8 Prozent sagten, die Gewinne entsprächen ihren Erwartungen. Die Auftragslage dagegen ist stabil.
Ausbildung als Stabilitätsanker
8.089 Auszubildende entsprechen rund 6 Prozent der Beschäftigten. Für ein Handwerk mit hohem Altersdurchschnitt ist die Ausbildungsquote die wichtigste Größe für die Personaldecke in fünf Jahren. Die Zahl ist 2025 gestiegen – gegen den Trend vieler anderer Handwerksberufe.
Quellen
- Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL): GaLaBau-Branchenstatistik 2025 – Mehr Umsatz, mehr Beschäftigte, mehr Azubis, Pressemitteilung vom 27. Februar 2026 (19.898 Betriebe, 131.746 Beschäftigte, 11,11 Mrd. Euro Umsatz, 8.089 Auszubildende, 133 Insolvenzen nach 101, nominales Umsatzplus 4,3 %) – www.presseportal.de/pm/117960/6225203
- BGL: Frühjahrsumfrage 2026 (699 Mitgliedsbetriebe; Durchschnitt 22 Beschäftigte; Ertragslage 65,2 % unbefriedigend oder verbesserungsbedürftig), zitiert nach B_I galabau, 28. Mai 2026 – bau.bi/galabau/nachrichten/fruehjahrsumfrage-2026-darum-trotzt-der-ga...
- Rechnerische Durchschnittswerte: eigene Berechnung aus den BGL-Zahlen (11,11 Mrd. € / 19.898 Betriebe; 11,11 Mrd. € / 131.746 Beschäftigte)
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