8.089 Auszubildende: Der GaLaBau bildet so viele Landschaftsgärtner aus wie lange nicht
3.221 junge Menschen haben 2025 eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner begonnen, 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Frauenanteil geht dagegen zurück. Die Zahlen des BGL – und was sie über die Betriebe sagen.
- 8.089 Auszubildende in den umlagepflichtigen Betrieben (plus 85), 3.221 Neuverträge (plus 1,5 Prozent) – Wachstum gegen den Trend im Handwerk.
- Der Frauenanteil sinkt um drei Prozentpunkte auf rund 11 Prozent.
- Ab 1. Juli 2026 zahlt der Tarif 1.140, 1.270 und 1.390 Euro in den drei Lehrjahren; danach greift der Ecklohn von 20,91 Euro.
Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) hat die Ausbildungszahlen für 2025 vorgelegt. Über alle Ausbildungsjahre lernten 8.089 junge Frauen und Männer in den umlagepflichtigen GaLaBau-Betrieben den Beruf des Landschaftsgärtners – 85 mehr als im Vorjahr, ein Plus von 1,1 Prozent. 3.221 von ihnen haben ihre Ausbildung 2025 begonnen, 1,5 Prozent mehr als 2024.
Wachstum gegen den Trend
In vielen Handwerksberufen gehen die Ausbildungszahlen zurück. Dass der GaLaBau zulegt, führt BGL-Vizepräsident Matthias Lösch auf die Relevanz des Berufs zurück: Landschaftsgärtner arbeiten an dem, was Städte gegen Hitze und Starkregen brauchen. Der Beruf hat ein Thema, das junge Menschen anspricht – Klimaanpassung, sichtbar und mit den eigenen Händen.
Die zweite Zahl ist weniger erfreulich: Der Frauenanteil unter den Auszubildenden liegt bei rund 11 Prozent und ist um drei Prozentpunkte gesunken. Lösch betont, der GaLaBau biete Entwicklungsmöglichkeiten unabhängig vom Geschlecht. Die Zahlen sagen, dass diese Botschaft noch nicht ankommt.
| Ausbildung im GaLaBau 2025 | Wert | Veränderung |
|---|---|---|
| Auszubildende gesamt | 8.089 | +85 (+1,1 %) |
| Neu begonnene Ausbildungen | 3.221 | +1,5 % |
| Frauenanteil | rund 11 % | −3 Prozentpunkte |
Was die Ausbildung wert ist
Die Ausbildungsvergütung steigt mit dem Tarifabschluss zum 1. Juli 2026 auf 1.140 Euro im ersten, 1.270 Euro im zweiten und 1.390 Euro im dritten Lehrjahr. Nach der Prüfung greift der Ecklohn von 20,91 Euro je Stunde. Für Bewerber und Eltern sind das Argumente, die in vielen Ausbildungsanzeigen fehlen – Betriebe nennen lieber „faire Bezahlung” als eine Zahl.
Für Betriebe, die ausbilden wollen
Rund 6 Prozent der Beschäftigten im GaLaBau sind Auszubildende. Das ist die Kennzahl für die Personaldecke in fünf Jahren: Wer heute drei Azubis hat, hat 2031 mit hoher Wahrscheinlichkeit zwei Facharbeiter mehr – und einen davon auf dem Weg zum Vorarbeiter. Drei Dinge, die ausbildende Betriebe von den Zahlen lernen können:
- Praktika sind der Einstieg. Die meisten Ausbildungsverträge entstehen nach einem Praktikum – in den Herbst- und Winterferien, wenn die Jugendlichen Zeit haben und der Betrieb sie hat.
- Frauen gezielt ansprechen. 11 Prozent sind kein Naturgesetz. Betriebe mit weiblichen Vorarbeiterinnen oder Bauleiterinnen bekommen deutlich mehr Bewerbungen von jungen Frauen – Sichtbarkeit wirkt.
- Die Zahl nennen. 1.140 Euro im ersten Lehrjahr sind ein Argument gegenüber Berufen, die weniger zahlen. Wer es verschweigt, überlässt das Feld denen, die es sagen.
Quellen
- Gabot.de: GaLaBau – Azubi-Zahlen klettern auf fast 8.100, 25. Februar 2026 (8.089 Auszubildende, 3.221 Neuverträge, +1,5 %; Gesamtzahl +85 / +1,1 %; Frauenanteil rund 11 %, −3 Prozentpunkte; Zitate Matthias Lösch, BGL-Vizepräsident) – www.gabot.de/ansicht/galabau-azubi-zahlen-klettern-auf-fast-8100-439688.html
- BGL: GaLaBau-Branchenstatistik 2025, Pressemitteilung vom 27. Februar 2026 – www.presseportal.de/pm/117960/6225203
- IG BAU: Tarifabschluss Garten- und Landschaftsbau (Ausbildungsvergütung ab 1. Juli 2026: 1.140 / 1.270 / 1.390 Euro) – igbau.de/Garten-und-Landschaftsbau-Tarifabschluss-mehr-Geld-fuer-alle.html
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