Stabile Aufträge, getrübte Stimmung: Die Frühjahrsumfrage 2026
Nur noch gut die Hälfte der Betriebe bewertet die Geschäftslage als gut – vor einem Jahr waren es zwei Drittel. Die Auftragsbücher bleiben trotzdem voll. 699 Betriebe haben dem BGL geantwortet.
- 699 Betriebe: 51,8 Prozent gute Geschäftslage (Frühjahr 2025: 65 Prozent), 40,1 Prozent befriedigend, 8,2 Prozent schlecht.
- 22,2 Prozent rechnen mit einer ungünstigeren Entwicklung (Vorjahr 12,5 Prozent); die Auslastung liegt in Pflege und Neubau bei je 18 Wochen.
- Der eigentliche Befund ist die Ertragslage: 65,2 Prozent nennen sie unbefriedigend oder verbesserungsbedürftig.
Der BGL befragt seine Mitgliedsbetriebe zweimal im Jahr zur Konjunktur. An der Frühjahrsumfrage 2026 haben sich 699 Betriebe aus den elf Landesverbänden beteiligt. Das Ergebnis ist zweigeteilt: Die Nachfrage hält, die Zufriedenheit sinkt.
Geschäftslage: von 65 auf 51,8 Prozent
51,8 Prozent der Betriebe bewerten ihre gegenwärtige Geschäftslage als gut. Im Frühjahr 2025 waren es noch 65 Prozent. 40,1 Prozent nennen die Lage befriedigend (2025: 32,1 Prozent), 8,2 Prozent schlecht (2025: 2,8 Prozent). Der Anteil der Betriebe mit schlechter Lage hat sich damit fast verdreifacht – von niedrigem Niveau aus.
| Geschäftslage | Frühjahr 2026 | Frühjahr 2025 |
|---|---|---|
| gut | 51,8 % | 65,0 % |
| befriedigend | 40,1 % | 32,1 % |
| schlecht | 8,2 % | 2,8 % |
Erwartungen: mehr Skepsis für das zweite Halbjahr
Für die kommenden sechs Monate rechnen 7,3 Prozent mit einer günstigeren Entwicklung, 70,5 Prozent mit einer gleichbleibenden und 22,2 Prozent mit einer ungünstigeren. Im Vorjahr lag der Anteil der Pessimisten bei 12,5 Prozent. Die Auftragslage widerspricht dieser Stimmung nur teilweise: Zwei Drittel der Betriebe bewerten sie als gleich gut oder besser als im Vorjahr, ein Drittel berichtet von einer schlechteren Lage. Die Auslastung liegt in Pflege und Neubau bei jeweils 18 Wochen.
Ertragslage: der eigentliche Befund
65,2 Prozent der Betriebe bewerten ihre Ertragslage als unbefriedigend oder verbesserungsbedürftig. Nur 34,8 Prozent sagen, die Gewinne entsprächen den Erwartungen. Zusammen mit der stabilen Auftragslage ergibt das ein klares Bild: Es wird gearbeitet, aber es bleibt zu wenig hängen. Die Betriebe beschäftigen im Schnitt 22 Mitarbeiter; 48 Prozent haben ihre Mitarbeiterzahl im Jahresverlauf angepasst, überwiegend moderat.
„Der GaLaBau zeigt sich auch unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen noch immer robust”, sagt BGL-Präsident Thomas Banzhaf.
Langfristig bleibt die Branche optimistisch
84,2 Prozent geben dem Jahr 2026 die Schulnoten 1 bis 3. 81,5 Prozent rechnen für die kommenden fünf Jahre mit einer positiven Entwicklung, 88,5 Prozent bewerten ihre aktuelle betriebliche Situation positiv. Die Schere zwischen kurzfristiger Stimmung und langfristiger Zuversicht ist typisch für eine Branche, die von Klimaanpassung, Städtebau und privater Nachfrage getragen wird – und deren Engpass nicht die Nachfrage ist, sondern die Kapazität.
Quellen
- Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL): Frühjahrsumfrage 2026 unter 699 Mitgliedsbetrieben, veröffentlicht 28. Mai 2026, zitiert nach B_I galabau – bau.bi/galabau/nachrichten/fruehjahrsumfrage-2026-darum-trotzt-der-ga...
- Messe Nürnberg: Trendbarometer der GaLaBau 2026 (Fachkräftemangel bei Bauleitern) – www.galabau-messe.com/de-de/presse/pressemitteilungen/2026/01/trendba...
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