Herbstumfrage 2025: 56 Prozent der Betriebe melden eine gute Geschäftslage

668 Betriebe haben dem BGL geantwortet. Die Auftragslage bleibt stabil, die Stimmung kühlt leicht ab, und für 2026 ruht die Hoffnung auf dem Bau-Turbo der Bundesregierung.

Inhaber eines Landschaftsbaubetriebs am Schreibtisch mit Auftragsmappen, im Hintergrund Betriebshof mit Fahrzeugen
Volle Auftragsbücher, verhaltene Erwartungen: Die Branche bleibt robust, aber ohne Wachstumsspielraum. Symbolbild
Kurz gesagt
  • 668 Betriebe befragt: 56 Prozent gute Geschäftslage (Herbst 2024: 59 Prozent), 37 Prozent befriedigend, 7 Prozent schlecht.
  • 31,2 Prozent melden eine schlechtere Auftragslage; für die nächsten sechs Monate erwarten 73 Prozent Stillstand und 21 Prozent eine Verschlechterung.
  • Die Umfrage misst Stimmung, nicht Ertrag: Der Umsatz hält, die Marge nicht – ob das durchschlägt, zeigt die Frühjahrsumfrage 2026.

Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) hat seine Herbstumfrage 2025 vorgelegt. 668 Mitgliedsbetriebe der elf Landesverbände haben sich beteiligt. Das Ergebnis liest sich wie das Protokoll einer Branche, die den Kopf über Wasser hält, aber nicht mehr schwimmt: stabil, robust, ohne Wachstumsspielraum.

Geschäftslage: gut, aber weniger gut als 2024

56 Prozent der Betriebe bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut, rund 37 Prozent als befriedigend, sieben Prozent als schlecht. Im Herbst 2024 hatten noch 59 Prozent von einer guten Lage gesprochen. Der Rückgang setzt einen Trend fort, der seit zwei Jahren anhält – langsam, aber in eine Richtung.

Die Auftragslage bleibt im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil. 31,2 Prozent der Betriebe berichten von einer schlechteren Auftragslage als im Vorjahr, 0,3 Prozentpunkte mehr als 2024. Die Auslastung im Neubau bleibt laut Verband konstant.

Erwartung für die nächsten sechs MonateAnteil der Betriebe
günstiger6 %
gleichbleibend73 %
ungünstiger21 %

Was die Zahlen nicht sagen

Die Umfrage misst Stimmung, nicht Ertrag. Dass 73 Prozent der Betriebe eine gleichbleibende Entwicklung erwarten, heißt in einem Jahr mit Tariferhöhung, gestiegenen Materialkosten und verhaltener privater Nachfrage: Der Umsatz hält, die Marge nicht. Die Frühjahrsumfrage 2026 wird zeigen, ob sich das in der Ertragslage niederschlägt.

BGL-Präsident Thomas Banzhaf sieht die Branche gut aufgestellt und verweist auf ihre Anpassungsfähigkeit. Der Verband setzt für 2026 auf den geplanten Bau-Turbo der Bundesregierung und die angekündigten Investitionen in die Infrastruktur, von denen auch der GaLaBau profitieren soll – über Außenanlagen, Straßenbegleitgrün und Klimaanpassungsmaßnahmen in den Kommunen.

Für die Praxis

  • Der öffentliche Auftraggeber wird wichtiger. Wer bisher nur privat gebaut hat, sollte prüfen, ob Präqualifikation und Vergabeplattformen für den eigenen Betrieb infrage kommen. Die Infrastrukturmittel fließen über Ausschreibungen.
  • Stabil heißt nicht sicher. 21 Prozent der Betriebe erwarten eine Verschlechterung. Wer zu ihnen gehört, sollte die Kalkulation für 2026 jetzt anpassen, nicht im Frühjahr.
  • Kapazität bleibt der Engpass. Die Auftragslage ist nicht das Problem der Branche. Die Frage ist, wer die Aufträge abarbeitet.

Quellen

  1. Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL): BGL-Herbstumfrage 2025 – Geschäftslage bleibt stabil, aber wenig Wachstumsspielraum, Pressemitteilung vom 10. November 2025 (668 Betriebe) – www.presseportal.de/pm/117960/6154790
  2. Beschaffungsdienst GaLaBau: BGL-Herbstumfrage 2025 – Geschäftslage bleibt stabil (56 % gut, 37 % befriedigend, 7 % schlecht; Herbst 2024: 59 % gut; 31,2 % schlechtere Auftragslage; Erwartungen 6 / 73 / 21 %) – www.soll-galabau.de/aktuelle-news/ansicht-aktuelles/bgl-herbstumfrage...

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