Wie Privatkunden heute einen Gartenbauer finden – und warum die Bewertung mehr zählt als die Website
Der Auftrag für den neuen Garten beginnt in den meisten Fällen mit einer Suche auf dem Smartphone. Was Betriebe tun können, damit sie dort auftauchen, als seriös wahrgenommen werden und die Anfrage nicht im Postfach versickert.
- Privatkunden wählen den Gartenbauer nach zehn Minuten am Smartphone: Wer bei „Gartenbau plus Ort“ nicht mit Bewertungen und Fotos erscheint, existiert für sie nicht.
- Das Google-Unternehmensprofil zählt mehr als die Website: nach jedem Projekt um eine Bewertung bitten, auf jede antworten, Fotos echter Projekte zeigen.
- Die Website muss auf dem Handy in drei Sekunden drei Fragen beantworten – was, wo, wie erreichbar; der häufigste Fehler sind unbeantwortete Anfragen.
Wer einen Garten neu anlegen lässt, gibt in der Regel einen fünfstelligen Betrag aus – und entscheidet den Auftragnehmer oft nach zehn Minuten auf dem Smartphone. Die Suche lautet „Gartenbau” plus Ortsname, die Auswahl fällt nach dem, was dort erscheint: drei bis vier Betriebe mit Bewertungen, Fotos und Öffnungszeiten. Wer nicht erscheint, existiert für diesen Kunden nicht.
Das Unternehmensprofil vor der Website
Für die lokale Suche zählt das Google-Unternehmensprofil mehr als die eigene Website. Es entscheidet, ob ein Betrieb in der Kartenansicht erscheint, und es zeigt das, was Privatkunden zuerst sehen: Bewertungen, Fotos, Erreichbarkeit. Drei Dinge, die den Unterschied machen:
- Bewertungen einholen. Nach jedem abgeschlossenen Projekt eine kurze Bitte um eine Bewertung – persönlich oder per Nachricht mit direktem Link. Betriebe, die das konsequent tun, haben nach einem Jahr 30 bis 50 Bewertungen; Betriebe, die warten, haben fünf. Die Zahl wirkt stärker als jeder Werbetext.
- Auf Bewertungen antworten. Auf jede – auch auf die schlechte. Der nächste Kunde liest die Antwort, nicht die Kritik.
- Fotos von echten Projekten. Vorher, nachher, mit Team. Keine Stockfotos, keine Katalogbilder. Kunden erkennen den Unterschied.
Die Website: kurz, konkret, erreichbar
Die Website muss auf dem Handy funktionieren, in drei Sekunden laden und drei Fragen beantworten: Was macht der Betrieb, wo, und wie erreiche ich ihn? Referenzprojekte mit Fotos und einer Zeile zum Auftrag, ein Kontaktformular mit Rückrufoption, die Telefonnummer klickbar. Alles andere ist Kür.
Empfehlung bleibt der stärkste Kanal
Bei aller Digitalisierung: Die meisten Privataufträge im GaLaBau entstehen über Empfehlungen – vom Nachbarn, vom Architekten, vom Zaunbauer. Die Online-Präsenz ersetzt das nicht, sie bestätigt es. Der empfohlene Betrieb wird gegoogelt, bevor er angerufen wird. Wenn dort fünf gute Bewertungen und aktuelle Fotos stehen, ist der Anruf sicher. Wenn dort nichts steht, wird aus der Empfehlung eine Suche – und die führt zur Konkurrenz.
Vier Dinge für den Winter
- Unternehmensprofil vollständig ausfüllen: Leistungen, Einzugsgebiet, Öffnungszeiten, Fotos.
- Die letzten zehn Kunden um eine Bewertung bitten.
- Website auf dem Handy testen: Ladezeit, Telefonnummer, Formular.
- Eine Person benennen, die Anfragen innerhalb eines Werktags beantwortet – und das im Team kommunizieren.
Quellen
- Redaktionelle Einordnung auf Basis von Gesprächen mit GaLaBau-Betrieben; keine Studiendaten
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